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Haus vor Architektengespräch – Plan A und B

Hier hatten wir ja schon kurz angemerkt, dass wir einen Plan B haben, falls uns das Bauamt mit der Traufhöhe einen Strich durch die Rechnung macht. Daher wollen wir euch in diesem Artikel unsere beiden Alternativen vorm Architektengespräch vorstellen.

Wie ihr auch wisst, haben wir uns für den Fertighaushersteller Fingerhaus aus Frankenberg entschieden. Das hatte mehrere Gründe:

  • Fertigung in Deutschland
  • Transparente Angebotsgestaltung
  • Gute Kundenerfahrungen im Internet
  • Sympathisches Vertreterteam in Fellbach
  • Langjährige Tätigkeit am Markt
  • Topmoderne Fertigungsstraße mit hohem Automatisierungsgrad
  • Gute Bemusterungsauswahl
  • Direkt angestellte Handwerksleute
  • Möglichkeit der Eigenleistungserbringung
  • 18 Monate Preisgarantie nach Vertragsabschluss
  • Möglichkeit des KfW 40 Plusenergiehauses
  • Bonus für Standardhäuser (wenn man die Außenwände – ich glaube, es geht nur um die Außenwände – so lässt wie sie im Standardhaus sind, zahlt man weniger, da die Statik nicht neu berechnet werden muss)

Alles in allem machte uns Fingerhaus des besten Gesamteindruck im Bezug auf unsere persönlichen Vorstellungen und Erwartungen. Dazu beigetragen hat natürlich auch, dass wir die Häuser super schick finden 🙂

Sento 501 B

Unser Plan A: Das Sento 501 B mit einem leicht veränderten EG-Grundriss. Das Standardhaus hat bei 1,30m Kniestock und 38° Satteldach eine Wohnfläche von 177m². Uns gefällt besonders gut die gerade Treppe, die mittig im Haus liegt. Die Variante B mit den beiden Bädern im OG hat mir besonders gut gefallen, da Übernachtungsgäste (oder später die eigenen Kinder) ein separates Duschbad haben. Das WC im EG wollen wir auch so lassen, wie es ist und keine Dusche einbauen. Ein immer wieder geführtes Argument für eine Dusche im EG ist der Gedanke ans Altern. Man möchte ja auch solange es geht im eigenen Haus wohnen können und mit einer Dusche im EG könnte man im Alter ebenerdig leben. Diese Variante hätte auch Jérôme besser gefallen, aber nach einigem Hin und Her gestand er mir meine 2 Badezimmer im OG zu und ich ließ ihm freie Hand beim Smart Home 🙂

Sento 501 B von außen

Was uns auch sehr gut gefällt, ist die Schlauchvariante von Küche, Ess- und Wohnzimmer des 400 B. Dahingehend möchten wir auch unseren Grundriss ändern. Die Gegenwand im Wohnzimmer ist schön lang, sodass da prima unser Beamer draufstrahlen kann und trotzdem noch die Soundanlage daneben passt. Der HWR ist auch groß genug, dass Heizung, einiger Technikkram und Waschtrockner reinpassen (den wir uns zwecks Platzproblemen angeschafft haben, der später aber dann auch getrost separater Waschmaschine und Trockner weichen kann). Ganz toll gelöst ist unserer Ansicht nach auch die Unterbringung einer Speisekammer unter der Treppe. Da haben wir aktuell ein großes Platzproblem und diese Lösung wird mit Sicherheit Abhilfe schaffen. Alleine schon die ganzen Katzenfutterdosen… Das Gästezimmer wird bei uns übrigens ein Hobbyraum 🙂

EG des 400 B, aber auch im 500 B möglich

Im OG finden sich die gerade schon angesprochenen beiden Bäder. Das Elternbad ist nur vom Schlafzimmer aus zu erreichen. Das Schlafzimmer wird bei uns aber wohl zugunsten des Bads kleiner ausfallen. Im Elternbad möchten wir eine T-Lösung mit Waschtisch, Dusche und Toilette realisieren. Die Badewanne soll unter die Dachschräge wandern. Die extra Ankleide finden wir auch gut. So kann man einen offenen Kleiderschrank realisieren, ohne dass es immer unaufgeräumt aussieht. Denn bei IKEA und Co sehen die zwar toll aus, aber sobald man damit lebt, wird es entweder ein Vollzeitjob, dass es gut aussieht. Oder es sieht halt unaufgeräumt aus. Da wir noch keine Kinder haben, wird Kind 1 zu unserem Arbeitszimmer und Kind 2findet Anwendung als Gästezimmer. Christine und Reinhard, Jérômes Eltern, freuen sich darüber 🙂

DG des 501 B mit den beiden Bädern

Die Realisierung im EG geht ohne Probleme mit unserem Bebauungsplan. Falls das Bauamt jedoch nicht von unseren 20cm Kniestock abweicht, dann können wir das OG so nicht umsetzen. Der Grund dafür ist die gerade Treppe. Da sie quasi genau in der Linie des Dachfirsts liegt, „klaut“ sie uns den ganzen Platz, der überhalb der 2m Linie liegt. Das Bad wäre viel zu steil, um die Badewanne unter die Dachschräge zu stellen und auch in den Schlafzimmern würde es knapp werden. Eine vorgezogene Trempelwand auf 1m würde übrigens auch keine Abhilfe schaffen, da wir zu viel Platz verschenken würden. Somit musste für diesen Fall ein Plan B her – und zwar bevor wir das Grundstück kauften.

Daher hatten wir uns schon frühzeitig mit unserem Fingerhaus-Vertriebler Herr M. zusammengesetzt und Brainstorming betrieben. Klar war: die gerade Treppe konnte nicht mit. Und so nahm Plan B Gestalt an.

Vio 520

Der Ausweichplan: Das Vio 520 hat bei 1,30m Kniestock und 38° Satteldach eine Wohnfläche von sogar 189m². Bei nahezu gleichen Außenmaßen ist das der L-Treppe zu verdanken. Da sieht man mal, wie viel Wohnraum eine gerade Treppe verschlingt. Außerdem ist es fast identisch im Preis (sogar noch ein wenig günstiger als das Sento). Wenn es also so viel mehr Wohnraum bietet, warum ist das Vio dann nur unsere zweite Wahl? Ganz einfach: Um im OG zwei Bäder zu erreichen, von denen eines vom Elternschlafzimmer aus begehbar sein soll, muss eines der Kinderzimmer in den Nordosten weichen. Da ein Kind ja durchaus mehr in seinem Zimmer macht als schlafen, ist das denkbar ungünstig. Hier müssen wir uns im Zweifelsfall eine gangbare Lösung ausdenken. Man könnte aber gut drin leben, müsste halt nur einen Kompromiss eingehen.

Vio 520 von außen

Der große Vorteil bei niedrigem Kniestock ist aber einfach die L-Treppe, die unter der Dachschräge nach oben läuft. Somit bleibt der wertvolle Platz in der Mitte des Daches fürs Wohnen. Ein Pluspunkt ist auch, dass im EG die Beamer-Wand noch größer ist (und bei Beamern gilt: größer ist immer besser :)). Die Speisekammer könnte man auch unter der Treppe unterbringen, sie wäre dann aber kleiner und weiter von der Küche entfernt als bisher. Hier ist der Hauswirtschaftsraum etwas klein, den könnte man aber problemlos auf Kosten der Küche vergrößern. Man darf ja auch nicht vergessen, dass wir ohne Keller bauen. Irgendwo muss der Stauraum ja entstehen. Dann hätten wir bei Küche, Ess- und Wohnzimmer auch wieder eine Schlauchvariante.

EG des 520 mit kleinem HWR

Schaut man sich das OG an, so kann man drehen wie man will: Wenn das Elternbad vom Schlafzimmer aus begehbar sein soll, müssen die Kinderzimmer da bleiben wo sie sind. Und das bedeutet bei uns für das grüne Kinderzimmer eine perfekte Lage. Das Kind im roten Kinderzimmer hat da leider das Nachsehen, denn es hätte sein Zimmer im Nordosten. Außerdem würde die Ankleide wegfallen. Den kleinen Stauraum würden wir vermutlich ins Bad integrieren und das Arbeitszimmer in ein Bad verwandeln.

OG des 520: suboptimale Aufteilung für uns

Das sind unsere beiden Alternativen, die uns recht gut gefallen. Aber das Sento ist auf Platz 1. Mal sehen, was daraus wird, wenn wir unser Architektengespräch am 26.02.2019 haben werden. Er hat hoffentlich ein paar gute Ideen, an die wir bisher nicht gedacht haben. Vielleicht fällt ihm ja auch was Tolles für da Vio ein. Wir lassen uns überraschen. Jedenfalls ist jetzt erstmal der 06.02.2019 und ich bin trotzdem schon super aufgeregt. Das wird spannend!

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